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cybersec.lunch #31

Tagesspiegel-Haus Askanischer Platz 3

10963 Berlin

Künstliche Intelligenz gilt als einer der größten Hoffnungsträger für die Modernisierung des Staates. Sie verspricht, überlastete Behörden zu entlasten, Anträge schneller zu bearbeiten und dem wachsenden Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat den Anspruch klar formuliert: Blockaden sollen gelöst und sichtbare Ergebnisse erzielt werden. Mit Projekten wie der Verwaltungs-KI-Plattform KIPITZ, der Planungs- und Genehmigungsbeschleunigungs-KI SPARK und dem Agentic AI Hub zeigen Bund und Kommunen, wohin die Reise gehen kann.

Je tiefer KI in Verwaltungsprozesse und staatliches Handeln eingreift, desto wichtiger werden Sicherheit, Kontrollierbarkeit und digitale Souveränität. Anwendungen müssen rechtssicher und datenschutzkonform arbeiten, ihre Ergebnisse nachvollziehbar und überprüfbar bleiben. Gleichzeitig muss der Staat die Hoheit über sensible Daten und kritische Prozesse bewahren, technologische Abhängigkeiten beherrschbar halten und einen Anbieterwechsel grundsätzlich ermöglichen. Gerade dort, wo Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf Bürger haben, darf KI kein Blackbox-Experiment sein.


Im Mittelpunkt steht daher nicht nur die Begrenzung von Risiken. Entscheidend ist auch, wie vertrauenswürdige Infrastrukturen, gemeinsame Standards und wiederverwendbare Lösungen den Einsatz von KI erleichtern und beschleunigen können. Wie müssen Beschaffung, Finanzierung und ressortübergreifende Zusammenarbeit ausgestaltet sein, damit erfolgreiche Anwendungen nicht in der Pilotphase verbleiben, sondern sicher in den Regelbetrieb überführt und skaliert werden? Wie kann vertrauenswürdige KI prüfbar, erklärbar und regelkonform in der Verwaltung eingesetzt werden? Welche Infrastrukturen und Betriebsmodelle benötigt der Staat, um KI-Lösungen eigenverantwortlich und sicher zu betreiben? Und wie können Lösungen „von der Verwaltung für die Verwaltung“ dazu beitragen, diese Anforderungen in der Praxis zu erfüllen?

Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und unseren Expert:innen diskutieren.

Bei Fragen zur Veranstaltung schreiben Sie uns eine E-Mail an veranstaltungen@tagesspiegel.de.

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