VSDI begrüßt Nevis als neues Mitglied
Wir freuen uns, die Nevis Security AG als neues Mitglied im Verband Sichere Digitale Identität e. V. (VSDI) willkommen zu heißen.
Nevis ist ein europäischer Softwareanbieter mit Hauptsitz in Zürich und mehr als 20 Jahren Erfahrung im Identity and Access Management. Als neues Mitglied möchte Nevis seine Praxiserfahrung einbringen und den Austausch über sichere digitale Identitäten, europäische Standards und digitale Souveränität aktiv mitgestalten.
Wir haben mit Sebastian Ulbert, Chief Revenue Officer (CRO) und Mitglied der Geschäftsleitung bei Nevis, über aktuelle Herausforderungen, die EUDI-Wallet und die Erwartungen an die Zusammenarbeit im VSDI gesprochen.
VSDI: Wer ist Nevis und womit beschäftigt sich das Unternehmen?
Nevis: Wir entwickeln Software für sichere und einfache digitale Zugänge. Unsere Schwerpunkte sind Customer Identity and Access Management (CIAM), Partner IAM und passwortlose Authentifizierung. Wir unterstützen insbesondere Banken, Versicherungen, Behörden und andere Organisationen mit hohen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen. Dabei verbinden wir Sicherheit mit einer guten User Experience und flexiblen Betriebsmodellen – von On-Premises über Private Cloud bis zu SaaS.
VSDI: Welche Themen und Herausforderungen beschäftigen Sie aktuell besonders?
Nevis: Die zentrale Herausforderung besteht darin, digitale Identitäten und Zugänge sicher zu verwalten, ohne unnötige Hürden für die Nutzer zu schaffen. Besonders beschäftigen uns der Übergang zur passwortlosen Authentifizierung, die sichere Einbindung externer Partner und steigende regulatorische Anforderungen. Hinzu kommt die digitale Souveränität: Unternehmen müssen selbst entscheiden können, wo und wie sie ihre Identitätsinfrastruktur betreiben und wie sie technologische Abhängigkeiten begrenzen.
VSDI: Welche Rolle spielen sichere digitale Identitäten und Lösungen wie die EUDI-Wallet in Ihrem Arbeitsumfeld?
Nevis: Sichere digitale Identitäten sind eine wesentliche Grundlage für vertrauenswürdige digitale Geschäftsprozesse. Die EUDI-Wallet kann die grenzüberschreitende Nutzung digitaler Identitätsnachweise und weiterer elektronischer Nachweise deutlich vereinfachen.
Als Schweizer Unternehmen verfolgen wir zudem die Einführung der Schweizer e-ID. Für Organisationen, die in der Schweiz und der EU tätig sind, wird entscheidend sein, dass sich beide Nachweisarten möglichst über dieselbe Identity-Infrastruktur nutzen lassen.
Für uns ist deshalb besonders relevant, wie Unternehmen solche Nachweise künftig in bestehende Registrierungs-, Identifizierungs- und Zugangsprozesse integrieren können. Entscheidend werden offene Standards, Interoperabilität und eine praktikable Anbindung an bestehende Identity-Infrastrukturen sein. Neue Identitätstechnologien schaffen erst dann einen echten Mehrwert, wenn sie nicht nur sicher sind, sondern auch im Alltag einfach funktionieren.
VSDI: Mit einem Wort: Was ist Ihre größte Hoffnung in Bezug auf die EUDI-Wallet?
Nevis: Akzeptanz.
VSDI: Worauf freuen Sie sich in der Zusammenarbeit mit dem Verband und den Mitgliedern am meisten?
Nevis: Auf den direkten fachlichen Austausch zwischen Technologieanbietern, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Digitale Identitäten funktionieren langfristig nur dann, wenn technische Standards, regulatorische Anforderungen und konkrete Anwendungsfälle zusammenpassen. Wir möchten unsere Erfahrung aus anspruchsvollen Kundenprojekten einbringen und gemeinsam dazu beitragen, dass sichere, interoperable und nutzerfreundliche Identitätslösungen in Europa breite Anwendung finden.
Herzlich willkommen im VSDI! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.